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Buchcover: Die magische Zeitreise in die Steinzeit
Zeitreisen & Geschichte

Die magische Zeitreise in die Steinzeit

Wie Kinder vor 10.000 Jahren wirklich lebten

Noah, Joshua und ihre Hündin Asta entdecken einen geheimnisvollen Brombeerbusch und werden in die Mittelsteinzeit versetzt. Ohne Handys lernen sie Einbaumfahren, Fischfang, Feuer machen, Umgang mit Pfeil und Bogen und Steintzeitspeer – und erfahren in einer fremden Welt Mut, Freundschaft und menschliche Wärme.

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Ab 7 Jahren134 SeitenMagische Zeitreisen

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Gedrucktes Buch

10,90 €

Softcover · A5 · 134 Seiten

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Für Schule & Unterricht

Geschichte; Klasse 5

Steinzeit

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Als Noah, Joshua und ihre Hündin Asta auf einer kleinen Insel in einem Schweriner See einen geheimnisvollen Brombeerbusch entdecken, beginnt das größte Abenteuer ihres Lebens. Plötzlich finden sie sich in der Mittelsteinzeit wieder – in einer Zeit kurz nach dem Ende der letzten Eiszeit.

Dort gibt es keine Handys, keine Schule und keinen Strom. Stattdessen lernen die beiden Brüder, wie man mit einem Einbaum über den See fährt, Fische fängt, Körbe flechtet und mit Pfeil und Bogen jagt. Sie erleben die Gefahren der wilden Natur, beobachten die aufregende Jagd auf einen mächtigen Auerochsen und schließen Freundschaften mit Kindern, die vor 10.000 Jahren lebten.

Doch das Leben in der Steinzeit ist nicht nur gefährlich. Noah und Joshua entdecken auch, wie eng die Menschen damals zusammenhalten mussten, um zu überleben. Aus Fremden werden Freunde – und schließlich fühlt sich die längst vergangene Welt beinahe wie ein zweites Zuhause an.

Aber werden die Jungen jemals wieder in ihre eigene Zeit zurückkehren können?

Ein spannender und berührender Zeitreise-Roman für Kinder von 9 bis 12 Jahren – und für alle neugierigen Erwachsenen, die Geschichte nicht nur lernen, sondern erleben möchten.

Eine hoffnungsvolle Utopie über Menschlichkeit in einer längst vergangenen Zeit.

Blick ins Buch

Illustrationen geben einen ersten Eindruck von diesem Buch.

Leseprobe

15. Der schwarze Riese

Am nächsten Morgen liegt feiner Nebel über der Landschaft. Noah ist sofort wach. Die Erwachsenen sprechen nur leise miteinander. Überall werden Bögen geprüft, Pfeile gezählt und Speerspitzen kontrolliert.

Joshua fragt aufgeregt: „Darf ich mitkommen?“

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Bär schüttelt den Kopf. „Nein.“

Joshua senkt enttäuscht den Kopf. Noah fragt vorsichtig: „Und ich?“

Bär überlegt eine Weile. „Du und die anderen Jugendlichen bleiben immer hinter den Männern.“

Noah nickt stolz. Noch nie durfte er an einer so gefährlichen Jagd teilnehmen.

Kurz nach Sonnenaufgang brechen die Jäger auf. Baum und mehrere Spurensucher gehen voraus. Die Hunde laufen unruhig zwischen den Menschen hin und her. Augenblicklich bleibt Elch stehen. Er knurrt leise. Baum kniet nieder. Im feuchten Boden sind riesige Trittsiegel zu erkennen. Noah schluckt. Die Spuren sind viel größer als die eines Hirsches. Abgerissene Grasbüschel liegen überall herum. Eine junge Birke ist abgebrochen. Schlagartig wird ihm bewusst, wie riesig das Tier ist. Seine Hände werden feucht.

„Er ist ganz in der Nähe“, flüstert Baum. „Zwischen den dichten Birken kann er seine Hörner nicht frei einsetzen.“ Niemand spricht mehr. Langsam schleichen sie weiter. Dann hören sie ein tiefes Schnauben. Ein Vogel fliegt erschrocken auf. Und plötzlich tritt das Tier zwischen den Bäumen hervor.

Noah bleibt wie angewurzelt stehen. Vor ihm erhebt sich das größte Tier, das er jemals gesehen hat. Unwillkürlich muss Noah an den Elefanten denken, auf dem er einmal geritten war. Nur dieses Tier war ihm jemals so groß und mächtig erschienen. Sein Fell ist fast schwarz. Die mächtigen Hörner glänzen im Morgenlicht. Der Auerochse scharrt mit dem Huf. Dampf steigt aus seinen Nüstern.

Noah denkt: „Er sieht aus wie ein lebender Berg.“

Elch und Asta bellen aus sicherer Entfernung und springen immer wieder zur Seite, sobald der Bulle den Kopf nach ihnen wendet. Das gewaltige Tier hebt den Kopf. Es hat die Menschen bemerkt. Einen Augenblick lang bewegt sich niemand. Dann stößt der Bulle ein tiefes, grollendes Brüllen aus. Noah hätte sich am liebsten die Ohren zugehalten. Er spürt, wie sein Herz rast.

Bär hebt langsam die Hand. Die Jäger verteilen sich. Die Hunde beginnen laut zu bellen.

Der Auerochse dreht sich. Zuerst scheint er fliehen zu wollen. Doch auf einmal bleibt er stehen. Er senkt den Kopf und greift an. Die Erde bebt unter seinen Hufen.

„Zur Seite!“, ruft Speer. Alle springen auseinander. Mehrere Pfeile fliegen. Einer dringt nur flach in die dicke Schulterhaut ein, ein anderer streift die Flanke. Der schwarze Riese brüllt wütend. Die Erde scheint unter seinen Hufen zu beben. Die Jäger müssen zurückweichen. Elch springt im letzten Augenblick zur Seite und entgeht nur knapp den gefährlichen Hörnern.

Wasser stolpert rückwärts über eine Wurzel und fällt zu Boden. Noah erstarrt. Der Auerochse hat Wasser entdeckt. Mit gesenktem Kopf stürmt er direkt auf den Jungen zu. Wasser kriecht vor Angst in ein dichtes Gestrüpp. „Wasser!“, schreit Noah. Für einen Augenblick glaubt er wirklich, dass sein Freund verloren ist.

Elch und Asta stürmen bellend vor. Sie springen immer wieder zur Seite und lenken den Bullen ab. Wütend wirbelt der Auerochse herum und versucht, die Hunde mit seinen Hörnern zu erreichen. Diese wenigen Augenblicke reichen. Speer schießt. Feuerstein schießt. Bär schießt. Mehrere Pfeile treffen gleichzeitig. Einer bleibt hinter dem Vorderlauf stecken. Der Auerochse schwankt kurz, doch dann richtet er sich wieder auf und brüllt wütend.

„Zurück!“, ruft Steinadler.

Noch einmal greift der Auerochse an. Die Jäger weichen zwischen die dichten Birken zurück. Der Koloss versucht ihnen zu folgen, doch die Bäume behindern ihn. Seine mächtigen Hörner stoßen gegen die Stämme. Der Bulle schnaubt schwer. Jetzt bemerken die Jäger, dass seine Bewegungen langsamer werden. Blut läuft an seiner Schulter herab, er bricht fast zusammen. Die Hunde bellen ununterbrochen.

„Jetzt!“, ruft Bär.

Speer und Steinadler nähern sich vorsichtig. Mit aller Kraft stoßen sie ihre Speere nach vorn. Der Auerochse versucht noch einmal den Kopf zu heben. Dann verlassen ihn endgültig die Kräfte. Langsam sinkt der Koloss auf die Knie. Sein Atem geht schwer. Noch einmal schnaubt er. Dann sinkt er schwer auf die Seite. Es wird vollkommen still. Nur das heftige Atmen der Menschen und Hunde ist zu hören.

Inhaltsverzeichnis

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