
Eulenspiegels große Reise – 96 Streiche in Wort und Bild
Originaltexte & Nacherzählung, 194 Bilder
Till Eulenspiegel ist frech, schlau und immer für einen Streich zu haben. In fast 100 Streichen und Abenteuern treibt der berühmteste Narr Deutschlands sein schelmisches Spiel mit Handwerkern, Geistlichen und anderen Zeitgenossen. Die Geschichten sind für Kinder ab 9 Jahren neu erzählt und farbig illustriert. Originaltexte und Bilder im Stil alter Holzschnitte ergänzen den Klassiker – zum Lachen, Staunen und Entdecken.
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5,99 €Für Schule & Unterricht
Deutsch; Klasse 3 bis 4
Kinderliteratur; literarische Figuren und Handlungen; historische Texte; Redewendungen und Sprichwörter; Buchvorstellung
Arbeitsblätter und Unterrichtsanregungen sind geplant.
Mehr über das Buch
Till Eulenspiegel war frech, schlau – und manchmal sogar ein bisschen gemein.
Aber immer hatte er eine gute Idee im Kopf und ein schelmisches Grinsen im Gesicht. Ob er einem Papst einen Streich spielt, einem Schmied die Werkstatt durcheinanderbringt oder mit einem Apfel voller Fliegen einen frechen Holländer austrickst – bei Till Eulenspiegel ist kein Tag langweilig.
In diesem farbig illustrierten Kinderbuch findest du fast 100 Streiche und Abenteuer des berühmtesten Narren Deutschlands – witzig, frech und liebevoll für Kinder ab 9 Jahren nacherzählt und illustriert.
Dazu gibt es die Originaltexte und passende Bilder im Stil alter Holzschnitte – für kleine und große Leser, die mit Till lachen und staunen wollen.
Ein Klassiker der deutschen Literatur – frisch erzählt für eine neue Generation!
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Illustration 5 groß öffnen (neuer Tab)Leseprobe
29. Eulenspiegel und der kluge Esel
Nach seinen frechen Streichen in Prag zog Till Eulenspiegel weiter nach Erfurt, einer Stadt mit einer großen Universität – voller Professoren, Studenten und schlauer Bücher.
Doch in Erfurt hatte man schon von seinem Ruf gehört.
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„Dieser Eulenspiegel trickst selbst die klügsten Köpfe aus!“, flüsterten sich die Gelehrten zu. Also beschlossen sie, ihn mit einem besonderen Test hereinzulegen: „Wenn er so ein großer Lehrer ist“, sagten sie, „dann soll er doch mal einen Esel lesen lehren!“
Eulenspiegel hörte sich das an, kratzte sich am Kopf und sagte grinsend: „Na gut. Ich brauche nur zwanzig Jahre – dann kann der Esel lesen.“
Die Professoren waren verblüfft, aber sie unterschrieben den Vertrag.
Eulenspiegel bekam viel Geld im Voraus und einen jungen Esel dazu.
Er brachte den Esel in eine gemütliche Stallkammer, legte ein altes Buch – einen Psalter – in die Futterkrippe und versteckte zwischen den Seiten Haferkörner.
Der Esel schnupperte, schob mit der Schnauze die Seiten um und fraß genüsslich den Hafer. Wenn er kein Körnchen mehr fand, schrie er: „I-A! I-A!“
Ein paar Tage später holte Eulenspiegel den Rektor: „Wollt Ihr sehen, was mein Schüler schon gelernt hat?“
Der Rektor kam mit ein paar Professoren mit.
Eulenspiegel hatte den Esel den ganzen Tag hungern lassen. Dann legte er ihm wieder das Buch vor, diesmal ohne Hafer.
Der Esel blätterte mit der Schnauze wild im Buch – und als er nichts zu fressen fand, schrie er laut: „I-A! I-A!“
Eulenspiegel verneigte sich tief: „Seht Ihr? Die Vokale I und A kann er schon ganz wunderbar! In zwanzig Jahren wird das ein gelehrter Herr!“
Die Professoren waren sprachlos – aber was sollten sie sagen? Der Vertrag lief – und sie hatten das Geld schon gezahlt.
Doch bald darauf starb der Rektor.
Und Eulenspiegel? Der nahm das restliche Geld, verließ die Stadt und lachte: „Einen Esel zum Gelehrten machen? Nein danke – in Erfurt gibt’s schon genug!“
Inhaltsverzeichnis
- Ein Schelm reist durch die Jahrhunderte – Till Eulenspiegel für junge Leserinnen und Leser
- 1. Wie Till Eulenspiegel dreimal an einem Tag getauft wurde
- 2. Wie Till Eulenspiegel den Leuten den Hintern zeigte – und sie behaupteten, er sei ein Schalk
- 3. Wie Till Eulenspiegel das Seiltanzen lernte – und dabei baden ging
- 4. Wie Till Eulenspiegel die Kinder mit ihren eigenen Schuhen austrickste
- 5. Wie Till Eulenspiegels Mutter wollte, dass er endlich etwas Richtiges lernt
- 6. Wie Till Eulenspiegel an Brot kam – auf ziemlich schlaue, aber unredliche Weise
- 7. Wie Till Eulenspiegel fast an Brot erstickte
- 8. Wie Till Eulenspiegel die Hühner an der Nase herumführte
- 9 Wie Till Eulenspiegel in einen Bienenkorb kroch – und zwei Dieben einen Streich spielte
- 10. Wie Till Eulenspiegel den Senf mit etwas ganz anderem verwechselte
- 11. Wie Till Eulenspiegel in Hildesheim als Koch arbeitete und den Braten in den Keller steckte
- 12. Wie Till Eulenspiegel einem Kaufmann das Haus „räumte“
- 13. Till Eulenspiegel beim Pfarrer – oder: Wie man mit halber Arbeit zu viel Ärger kommt
- 14. Eulenspiegel und die seltsame Wette mit dem Pfarrer
- 15. Till Eulenspiegel und das verrückte Osterspiel
- 16. Till Eulenspiegel will fliegen – oder doch nicht?
- 17. Eulenspiegel trickst den eingebildeten Doktor aus
- 18. Eulenspiegel und das Brot auf dem Markt
- 19. Eulenspiegel und die drei Dinge, die er mied
- 20. Eulenspiegel und die verdorbenen Pflaumen
- 21. Wie Till Eulenspiegel Turmbläser wurde – und das Essen wichtiger fand als die Feinde
- 22. Eulenspiegel, der Brillenmacher
- 23. Till Eulenspiegel und die goldenen Hufeisen
- 24. Eulenspiegel am Hof des polnischen Königs
- 25. Eulenspiegel und das Verbot vom Herzog
- 26. Eulenspiegel und der Schubkarren voller Erde
- 27. Eulenspiegel und das unsichtbare Bild
- 28. Eulenspiegel überlistet die Professoren von Prag
- 29. Eulenspiegel und der kluge Esel
- 30. Eulenspiegel und die Pelzwäscherei
- 31. Eulenspiegel und der silberne Totenkopf
- 32. Eulenspiegel und die nassen Stadtwächter
- 33. Wie Till in Bamberg Geld fürs Essen bekam
- 34. Till Eulenspiegel in Rom – und der Trick mit dem Papst
- 35. Eulenspiegel und die geheimnisvolle Beere
- 36. Wie Till Eulenspiegel eine Bäuerin austrickste und ihren eigenen Hahn versetzte
- 37. Eulenspiegel und die schäumenden Würste
- 38. Eulenspiegel, das Beichtgeheimnis und das kleine Pferd
- 39. Eulenspiegel hilft dem kranken Kind
- 40. Wie Till Eulenspiegel beim Schmied arbeitete – und mit dem Bett auf dem Rücken schmiedete
- 41. Wie Till Eulenspiegel dem Schmied einen Denkzettel verpasste
- 42. Eulenspiegel und die vier Wahrheiten
- 43. Eulenspiegel und der Schuster
- 44. Eulenspiegel und das falsche Schmalz
- 45. Eulenspiegel und der Hopfen-Hund
- 46. Eulenspiegel beim Schneider
- 47. Eulenspiegel und die fliegenden Schneider
- 48. Eulenspiegel und die große Schneiderversammlung
- 49. Eulenspiegel und das Wollefest am Feiertag
- 50. Eulenspiegel und die stinkende Werkstatt
- 51. Eulenspiegel und der Pelzberg
- 52. Eulenspiegel und die lebendigen Wolfspelze
- 53. Eulenspiegel, der Hasenverkäufer
- 54. Eulenspiegel und das heiße Leder
- 55. Eulenspiegel und der schlaue Weinzapfer
- 56. Eulenspiegel und der fast letzte Streich
- 57. Eulenspiegel und die unendlich große Tasche
- 58. Till Eulenspiegel und der Braten aus Erfurt
- 59. Eulenspiegel und der zweite Braten
- 60. Till Eulenspiegel und die vier Bretter in Dresden
- 61. Eulenspiegel backt Eulen und Meerkatzen
- 62. Eulenspiegel und das Mondscheinmehl
- 63. Eulenspiegel und der Pferdeschwanz
- 64. Eulenspiegel und das verschlossene Mittagessen
- 65. Till Eulenspiegel und die Hochzeit der alten Bäuerin
- 66. Eulenspiegel und das grüne Tuch, das plötzlich blau war
- 67. Eulenspiegel und das „Haus der Reinheit“
- 68. Till Eulenspiegel und der große Milchtopf von Bremen
- 69. Eulenspiegel und der besondere Braten
- 70. Till Eulenspiegel und die seltsame Saat
- 71. Eulenspiegel und die gespickten Stiefel
- 72. Wie Eulenspiegel eine Frau dazu brachte, ihre eigenen Töpfe zu zerschlagen
- 73. Eulenspiegel und die hohen Fenster
- 74. Eulenspiegel und die Stinkesuppe
- 75. Eulenspiegel und das Weißmus
- 76. Wie Eulenspiegel in Nürnberg für einen riesigen Gestank sorgte
- 77. Eulenspiegel und der Wolf in der Wirtsstube
- 78. Eulenspiegel und das merkwürdige Bett
- 79. Till Eulenspiegel und der bezahlte Bratengeruch
- 80. Eulenspiegel und der kalte Herd
- 81. Eulenspiegel und der Hund im Wirtshaus
- 82. Till Eulenspiegel auf dem Rad
- 83. Wie Eulenspiegel einer Wirtin zeigte, dass man nicht alles glauben soll
- 84. Eulenspiegel und das „verdächtige“ Bett
- 85. Till Eulenspiegel und der Apfel mit Überraschung
- 86. Eulenspiegel und die Butter mit dem Extra
- 87. Eulenspiegel und die zwölf Blinden
- 88. Wie Eulenspiegel dem Pfarrer eine Falle stellte
- 89. Wie Till Eulenspiegel ein ganzes Krankenhaus gesund machte – ohne Medizin
- 90. Wie Till Eulenspiegel die Mönche in die Mette zählte
- 91 Wie Till Eulenspiegel in Mölln krank wurde
- 92. Eulenspiegel und die drei Streiche, die er nie spielen konnte
- 93. Eulenspiegel und das seltsame Testament
- 94. Wie Till Eulenspiegel sein Erbe verteilte – und alle sich stritten
- 95. Wie Till Eulenspiegel starb – und ein letztes Mal für Chaos sorgte
- 96. Wie Till Eulenspiegel begraben wurde
- Anhang: Wie es damals erzählt wurde …
- Die 1. Historie sagt, wie Till Eulenspiegel geboren, dreimal an einem Tage getauft wurde und wer seine Taufpaten waren.
- Die 2. Historie sagt, wie alle Bauern und Bäuerinnen über den jungen Eulenspiegel klagten und sprachen, er sei ein Nichtsnutz und Schalk; und wie er auf einem Pferd hinter seinem Vater ritt und stillschweigend die Leute hinten in seinen Arsch sehen ließ.
- Die 3. Historie sagt, wie Claus Eulenspiegel von Kneitlingen hinwegzog an den Fluss Saale, woher Tills Mutter gebürtig war, dort starb, und wie sein Sohn auf dem Seil gehen lernte.
- Die 4. Historie sagt, wie Eulenspiegel den Jungen etwa zweihundert Paar Schuhe von den Füßen abschwatzte und machte, dass sich alt und jung darum in die Haare gerieten.
- Die 5. Historie sagt, wie Till Eulenspiegels Mutter ihn ermahnte, ein Handwerk zu lernen, wobei sie ihm helfen wollte.
- Die 6. Historie sagt, wie Eulenspiegel in der Stadt Staßfurt einen Brotbäcker um einen Sack voll Brot betrog und es seiner Mutter heimbrachte.
- Die 7. Historie sagt, wie Eulenspiegel das Weck- oder Semmelbrot mit anderen Jungen im Übermaß essen musste und noch dazu geschlagen wurde.
- Die 8. Historie sagt, wie Eulenspiegel es machte, dass sich die Hühner des geizigen Bauern um die Lockspeise zerrten.
- Die 9. Historie sagt, wie Eulenspiegel in einen Bienenkorb kroch, zwei Diebe in der Nacht kamen und den Korb stehlen wollten und wie er es machte, dass die beiden sich rauften und den Bienenkorb fallen ließen.
- Die 10. Historie sagt, wie Eulenspiegel ein Hofjunge wurde und ihn sein Junker lehrte, wo er das Kraut „Henep“ fände, solle er hineinscheißen; da schiss er in den Senf („Senep“) und meinte, „Henep“ und „Senep“ sei ein Ding.
- Die 11. Historie sagt, wie Eulenspiegel sich in Hildesheim bei einem Kaufmann als Koch und Stubenheizer verdingte und sich dort sehr schalkhaftig benahm.
- Die 12. Historie sagt, wie Eulenspiegel dem Kaufmann in Hildesheim das Haus räumte.
- Die 13. Historie sagt, wie sich Eulenspiegel bei einem Pfarrer verdingte und wie er ihm die gebratenen Hühner vom Spieß aß.
- Die 14. Historie sagt, wie Eulenspiegel in dem Dorf Büddenstedt Küster wurde und wie der Pfarrer in die Kirche schiss, so dass Eulenspiegel eine Tonne Bier damit gewann
- Die 15. Historie sagt, wie Eulenspiegel in der Ostermesse ein Spiel machte, dass sich der Pfarrer und seine Haushälterin mit den Bauern rauften und schlugen
- Die 16. Historie sagt, wie Eulenspiegel in Magdeburg verkündete, vom Rathauserker fliegen zu wollen, und wie er die Zuschauer mit Spottreden zurückwies.
- Die 17. Historie sagt, wie Eulenspiegel sich für einen Arzt ausgab und des Bischofs von Magdeburg Doktor behandelte, der von ihm betrogen wurde
- Die 18. Historie sagt, wie Eulenspiegel Brot kaufte nach dem Sprichwort: „Wer Brot hat, dem gibt man Brot“. Treue gibt Brot
- Die 19. Historie sagt, wie Eulenspiegel immer ein falbes Pferd ritt und nicht gerne war, wo Kinder waren
- Die 20. Historie sagt, wie ein Bauer Eulenspiegel auf einen Karren setzte, darin er Pflaumen zum Markt nach Einbeck fahren wollte, die Eulenspiegel beschiss.
- Die 21. Historie sagt, wie Eulenspiegel sich bei dem Grafen von Anhalt als Turmbläser verdingte; und wenn Feinde kamen, so blies er sie nicht an, und wenn keine Feinde da waren, so blies er sie an
- Die 22. Historie sagt, wie Eulenspiegel ein Brillenmacher wurde und in allen Landen keine Arbeit bekommen konnte
- Die 23. Historie sagt, wie Eulenspiegel seinem Pferd goldene Hufeisen aufschlagen ließ, die der König von Dänemark bezahlen musste
- Die 24. Historie sagt, wie Eulenspiegel den Schalksnarren des Königs von Polen mit grober Schalkheit überwand
- Die 25. Historie sagt, wie Eulenspiegel das Herzogtum Lüneburg verboten wurde und wie er sein Pferd aufschnitt und sich hineinstellte
- Die 26. Historie sagt, wie Eulenspiegel im Lüneburger Land einem Bauern einen Teil seines Ackers abkaufte und darin in einem Sturzkarren saß
- Die 27. Historie sagt, wie Eulenspiegel für den Landgrafen von Hessen malte und ihm weismachte, wer unehelich sei, könne das Bild nicht sehen
- Die 28. Historie sagt, wie Eulenspiegel zu Prag in Böhmen auf der Hohen Schule mit den Studenten disputierte und wohl bestand
- Die 29. Historie sagt, wie Eulenspiegel in Erfurt einen Esel in einem alten Psalter lesen lehrte
- Die 30. Historie sagt, wie Eulenspiegel bei Sangerhausen im Lande Thüringen den Frauen die Pelze wusch
- Die 31. Historie sagt, wie Eulenspiegel mit einem Totenkopf umherzog, um die Leute damit zu berühren, und dadurch viele Opfergaben erhielt
- Die 32. Historie sagt, wie Eulenspiegel die Stadtwächter in Nürnberg munter machte, die ihm über einen Steg nachfolgten und ins Wasser fielen
- Die 33. Historie sagt, wie Eulenspiegel in Bamberg um Geld aß
- Die 34. Historie sagt, wie Eulenspiegel nach Rom zog und den Papst sah, der ihn für einen Ketzer hielt
- Die 35. Historie sagt, wie Eulenspiegel die Juden in Frankfurt am Main um tausend Gulden betrog, indem er ihnen seinen Dreck als Prophetenbeere verkaufte
- Die 36. Historie sagt, wie Eulenspiegel zu Quedlinburg Hühner kaufte und der Bäuerin für das Geld ihren eigenen Hahn zum Pfande ließ
- Die 37. Historie sagt, wie der Pfarrer von Hoheneggelsen Eulenspiegel eine Wurst wegfraß, die ihm danach nicht gut bekam
- Die 38. Historie sagt, wie Eulenspiegel dem Pfarrer zu Kissenbrück sein Pferd mit einer falschen Beichte abschwatzte
- Die 39. Historie sagt, wie Eulenspiegel in dem Dorfe Peine einem kranken Kinde zum Scheißen verhalf und großen Dank verdiente
- Die 40. Historie sagt, wie Eulenspiegel sich bei einem Schmied verdingte und wie er ihm die Bälge in den Hof trug
- Die 41. Historie sagt, wie Eulenspiegel einem Schmied Hämmer und Zangen und andres Werkzeug zusammenschmiedete
- Die 42. Historie sagt, wie Eulenspiegel einem Schmied, seiner Frau, seinem Knecht und seiner Magd je eine Wahrheit draußen vor dem Hause sagte
- Die 43. Historie sagt, wie Eulenspiegel einem Schuhmacher diente und wie er ihn fragte, welche Formen er zuschneiden solle. Der Meister sprach: „Groß und klein, wie es der Schweinehirt aus dem Tore treibt.“ Also schnitt er zu Ochsen, Kühe, Kälber, Böcke usw. und verdarb das Leder
- Die 44. Historie sagt, wie Eulenspiegel einem Schuhmacher in Wismar Dreck, der gefroren war, als Talg verkaufte
- Die 45. Historie sagt, wie Eulenspiegel in Einbeck ein Brauergeselle wurde und einen Hund, der Hopf hieß, anstelle von Hopfen sott
- Die 46. Historie sagt, wie Eulenspiegel sich bei einem Schneider verdingte und unter einer Bütte nähte
- Die 47. Historie sagt, wie Eulenspiegel drei Schneiderknechte von einem Fensterladen fallen ließ und den Leuten sagte, der Wind habe sie herabgeweht
- Die 48. Historie sagt, wie Eulenspiegel die Schneider im ganzen Sachsenlande zusammenrief; er wolle sie eine Kunst lehren, die ihnen und ihren Kindern zugute kommen solle
- Die 49. Historie sagt, wie Eulenspiegel an einem Feiertag Wolle schlug, weil der Tuchmacher ihm verboten hatte, am Montag zu feiern
- Die 50. Historie sagt, wie Eulenspiegel sich bei einem Kürschner verdingte und bei ihm in der Stube furzte, damit ein Gestank den anderen vertriebe
- Die 51. Historie sagt, wie Eulenspiegel bei einem Kürschner in trocknen und nassen Pelzen schlief, wie ihn der Kürschner geheißen hatte
- Die 52. Historie sagt, wie Eulenspiegel in Berlin einem Kürschner Wölfe statt Wolfspelze machte
- Die 53. Historie sagt, wie Eulenspiegel in Leipzig den Kürschnern eine lebende Katze in ein Hasenfell nähte und sie in einem Sack als lebendigen Hasen verkaufte
- Die 54. Historie sagt, wie Eulenspiegel in Braunschweig auf dem Damme einem Ledergerber Leder sott mit Stühlen und Bänken
- Die 55. Historie sagt, wie Eulenspiegel in Lübeck den Weinzäpfer betrog, als er ihm eine Kanne Wasser für eine Kanne Wein gab
- Die 56. Historie sagt, wie man Eulenspiegel in Lübeck henken wollte und wie er mit behänder Schalkheit davonkam
- Die 57. Historie sagt, wie Eulenspiegel in Helmstedt eine große Tasche machen ließ
- Die 58. Historie sagt, wie Eulenspiegel in Erfurt einen Metzger um einen Braten betrog
- Die 59. Historie sagt, wie Eulenspiegel in Erfurt einen Metzger noch einmal um einen Braten betrog
- Die 60. Historie sagt, wie Eulenspiegel in Dresden ein Schreinerknecht wurde und nicht viel Dank verdiente
- Die 61. Historie sagt, wie sich Eulenspiegel in Braunschweig bei einem Brotbäcker als Bäckergeselle verdingte und wie er Eulen und Meerkatzen backte
- Die 62. Historie sagt, wie Eulenspiegel im Mondschein das Mehl in den Hof beutelte
- Die 63. Historie sagt, wie Eulenspiegel in Wismar ein Pferdehändler wurde, und ein Kaufmann Eulenspiegels Pferd den Schwanz auszog
- Die 64. Historie sagt, wie Eulenspiegel in Lüneburg einem Pfeifendreher eine große Schalkheit antat
- Die 65. Historie sagt, wie Eulenspiegel von einer alten Bäuerin verspottet wurde, als er seine Tasche verloren hatte
- Die 66. Historie sagt, wie Eulenspiegel bei Uelzen einen Bauern um ein grünes Londoner Tuch betrog und ihn überredete, dass es blau sei
- Die 67. Historie sagt, wie Eulenspiegel zu Hannover in eine Badestube schiss und meinte, sie sei ein Haus der Reinheit
- Die 68. Historie sagt, wie Eulenspiegel in Bremen von den Landfrauen Milch kaufte und sie zusammenschüttete
- Die 69. Historie sagt, wie Eulenspiegel in Bremen seinen Gästen aus dem Hintern den Braten beträufelte, den niemand essen wollte
- Die 70. Historie sagt, wie Eulenspiegel in einer Stadt im Sachsenland Steine säte und, als er darauf angesprochen wurde, antwortete, er säe Schälke
- Die 71. Historie sagt, wie ein Stiefelmacher in Braunschweig Eulenspiegels Stiefel spickte und Eulenspiegel ihm die Stubenfenster einstieß
- Die 72. Historie sagt, wie es Eulenspiegel fertigbrachte, dass eine Frau auf dem Markt in Bremen alle ihre Töpfe entzweischlug
- Die 73. Historie sagt, wie sich Eulenspiegel in Hamburg bei einem Barbier verdingte, dem Meister durch die Fenster in die Stube ging usw.
- Die 74. Historie sagt, wie Eulenspiegel einem Bauern die Suppe begoss, übel riechenden Fischtran als Bratenschmalz hinzutat und meinte, es sei für den Bauern gut genug
- Die 75. Historie sagt, wie Eulenspiegel ein Weißmus allein ausaß, weil er einen Klumpen aus der Nase hineinfallen ließ
- Die 76. Historie sagt, wie Eulenspiegel in ein Haus schiss und den Gestank durch die Wand in eine Gesellschaft blies, die ihn nicht leiden konnte
- Die 77. Historie sagt, wie Eulenspiegel in Eisleben einen Wirt erschreckte mit einem toten Wolf, den er zu fangen versprochen hatte
- Die 78. Historie sagt, wie Eulenspiegel in Köln dem Wirt auf den Tisch schiss und ihm sagte, er möge kommen, damit er es fände
- Die 79. Historie sagt, wie Eulenspiegel den Wirt mit dem Klange des Geldes bezahlte
- Die 80. Historie sagt, wie Eulenspiegel von Rostock schied und dem Wirt an das Feuer schiss
- Die 81. Historie sagt, wie Eulenspiegel einen Hund schund und das Fell der Wirtin als Bezahlung gab, weil er mit ihm aß
- Die 82. Historie sagt, wie Eulenspiegel derselben Wirtin einredete, Eulenspiegel liege auf dem Rad
- Die 83. Historie sagt, wie Eulenspiegel eine Wirtin mit bloßem Arsch in die heiße Asche setzte
- Die 84. Historie sagt, wie Eulenspiegel einer Wirtin in das Bett schiss und ihr einredete, das habe ein Pfaffe getan
- Die 85. Historie sagt, wie ein Holländer aus einer Schüssel einen gebratenen Apfel aß, darein Eulenspiegel ein Brechmittel getan hatte
- Die 87. Historie sagt, wie Eulenspiegel 12 Blinden 12 Gulden gab, so dass sie meinten, sie könnten sie frei verzehren, zuletzt aber ganz schlecht dabei wegkamen
- Die 88. Historie sagt, wie Eulenspiegel für die Blinden einen Bürgen stellte
- Die 89. Historie sagt, wie Eulenspiegel in einem Spital an einem Tage alle Kranken ohne Arznei gesund machte
- Die 90. Historie sagt, wie Eulenspiegel in Mariental die Mönche in der Messe zählte
- Die 91. Historie sagt, wie Eulenspiegel in Mölln krank wurde, dem Apotheker in eine Büchse schiss, wie er in den „Heiligen Geist“ gebracht wurde und seiner Mutter ein süßes Wort zusprach
- Die 92. Historie sagt, wie Eulenspiegel seine Sünden bereuen sollte und wie ihn dreierlei Schalkheit reute, die er nicht getan hatte
- Die 93. Historie sagt, wie Eulenspiegel sein Testament machte und ein Pfaffe dabei seine Hände besudelte
- Die 94. Historie sagt, wie Eulenspiegel sein Gut in drei Teilen vergab: einen Teil seinen Freunden, einen Teil dem Rat von Mölln, einen Teil dem Pfarrer daselbst
- Die 95. Historie sagt, wie Eulenspiegel starb und die Schweine während der Totenfeier seine Bahre umwarfen, so dass er herunterfiel
- Die 96. Historie sagt, wie Eulenspiegel von Beginen begraben wurde; denn er wollte weder von Geistlichen noch von Weltlichen begraben werden

