Zum Inhalt springen
Buchcover: Walter Klaus: Petermännchen
Der Schlossgeist Petermännchen

Walter Klaus: Petermännchen

Der Schlossgeist von Schwerin

Petermännchen ist Neckgeist, Richter und Prophet zugleich. Er spielt lustige Streiche, belohnt die Guten und bestraft die Bösen. Rätselhaft sagt er kommende Ereignisse voraus. Doch eigentlich ist er ein verwunschener Prinz, der auf seine Erlösung wartet – um eines Tages König von Mecklenburg und ein gerechter Herrscher zu werden.

Mehr über das Buch

Ab 6 Jahren40 Seiten

Bestellen

Gedrucktes Buch

6,90 €

Softcover · A5 · 40 Seiten

Bestellung über den Warenkorb

Warenkorb ansehen

Mehr über das Buch

Ein Neckgeist ist der kleine Kerl, er treibt allerlei lustige Späße. Aber er hat zugleich richterliche Gewalt, belohnt die Guten und Fleißigen, bestraft die Bösen und Faulen und vertreibt jene, die nicht ins Schloss gehören.

Was die wenigsten wissen: Petermännchen ist auch ein Prophet. Schöne und schlimme Ereignisse sagt er voraus, allerdings in einer Weise, die rätselhaft ist, wie es die Orakelsprüche im antiken Delphi sind.

So recht glücklich jedoch ist er nicht. Der verwunschene Prinz möchte endlich erlöst werden, König von Mecklenburg und ein gerechter Herrscher sein. Viele Möglichkeiten der Erlösung gibt es, ganz einfache und ganz schreckliche. Bisher ist die Erlösung noch niemandem gelungen.

Geschichten für Kinder und Erwachsene.

Blick ins Buch

Illustrationen geben einen ersten Eindruck von diesem Buch.

Leseprobe

Ein derber Denkzettel für den Raufbold

Ein Soldat, ein scheinbar unverbesserlicher Raufbold, hatte vor niemandem Respekt. Es war schon des Öfteren vorgekommen, dass er nach einer durchzechten Nacht auf Wache eingeschlafen war. Bis jetzt war alles gut gegangen.

Eines Tages schläft er wieder im Schilderhäuschen auf der Schlossbrücke. Da weckt ihn aber das Petermännchen auf. Es zwickt ihn in die Nase und zieht ihn an den Ohren. Der Soldat legt sich aufs Schelten und Toben, wofür er zuerst nur ein paar gelinde Hiebe erhält. Die bringen ihn jedoch nicht zur Vernunft, sondern regen ihn nur noch mehr auf. Mit den unflätigsten Worten verflucht er den Schlossgeist.

Mehr

Auf einmal bekommt er etliche sehr schmerzhafte Schläge, auf alle Stellen des Körpers, die meisten auf sein Hinterteil. Hierdurch nur noch mehr erzürnt, schimpft und flucht der wütende Soldat immer ärger. Am liebsten hätte er dem widerwärtigen Geist den Hals umgedreht, aber er kriegt ihn nicht zu fassen und schlägt immer nur in die Luft. Da bekommt er denn so viele, so arge und so derbe unsichtbare Schläge, Maulschellen und Püffe, dass er am ganzen Körper grün und blau und sterbenskrank wird.

Auf längere Zeit musste der Soldat ins Lazarett gebracht werden und dort ganz ruhig zu Bette liegen. Hier erst bat er das Petermännchen im Stillen um Verzeihung für die bösen Verwünschungen. Fortan soll er sein unausstehliches Wesen abgelegt haben.

Ähnliche Bücher